Digitale Angebote und Ressourcen Kommunikation
Online Open Source Journal Club Initiative
Es gibt eine basisdemokratische Journal-Club-Initiative namens „ReproducibiliTea“, die Nachwuchswissenschaftler dabei unterstützen soll, an ihren Universitäten lokale Open-Science-Journal-Clubs zu gründen, um vielfältige Themen, wissenschaftliche Arbeiten und Ideen zur Verbesserung der Wissenschaft, der Reproduzierbarkeit und der Open-Science-Bewegung zu diskutieren.
ReproducibiliTea wurde Anfang 2018 an der Universität Oxford ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile auf 85 Einrichtungen in 23 verschiedenen Ländern ausgeweitet, mit weiteren Ortsgruppen in Cambridge, Kopenhagen, Leiden, München (LMU), London (UCL) und Leuven. Wie sieht es mit Heidelberg aus?
ReproducibiliTea Journal Clubs helfen Nachwuchswissenschaftlern dabei, eine lokale Gemeinschaft von ECRs aufzubauen, die sich für offene und reproduzierbare Forschung interessieren. In Oxford, wo der Club im Frühjahr 2018 von Sophia Crüwell, Amy Orben und Sam Parsons (damals Masterstudentin, Doktorandin bzw. Postdoktorand) gegründet wurde, hat er sich als Erfolg erwiesen. Seitdem hat er breite internationale Anerkennung gefunden. Mittlerweile gibt es 84 weitere ReproducibiliTea Journal Clubs, und es kommen immer schneller neue hinzu. Die Gründung eines ReproducibiliTea-Journal-Clubs ist einfach, kostenlos und erfordert keine Genehmigung durch die Verwaltung. Im ReproducibiliTea Journal Club werden Artikel ausgewählt, die einen breiten Bezug zur Replikationskrise und zu wissenschaftlichen Verbesserungen haben. Der Journal Club wird innerhalb des Fachbereichs oder der Universität bekannt gemacht, wodurch das Bewusstsein für Reproduzierbarkeit und Open Science geschärft wird. Die ausgewählten Artikel werden dann bei regelmäßigen Journal Club-Treffen diskutiert, oft bei einer Tasse Tee, beim Mittagessen oder bei einem Snack.
