Newsletter 71/ 26-11-2014

Marsilius-Frühlingsakademie 2015: "Jung und Alt. Zwei Lebensphasen unter Optimierungsdruck"

 

Wann? 22. – 28. März 2015
Wo? Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH); Hauptstr. 242
Bewerbungsfrist: 15.12.2014

Das Marsilius-Kolleg, das interdisziplinäre Center for Advanced Study der Universität Heidelberg, organisiert eine Frühlingsakademie zum Thema „Jung und Alt. Zwei Lebensphasen unter Optimierungsdruck".

Die Lebensphasen der Kindheit bzw. der Jugendzeit und des Alters stehen heute unter einem besonderen Optimierungsdruck. Junge Menschen sollen noch besser als „früher“ in ihr Leben eintreten, um möglichst alle Chancen und Potenziale in ihrem Leben nutzen zu können. Alte Menschen sollen alles tun, um sich nicht alt zu fühlen bzw. sich als „Alte“ zu benehmen. Diese Frühlingsakademie fragt: Kann das gut gehen? Wo liegen dabei neue Chancen und Lebensoptionen, wo eventuell auch neue Risiken? Vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse aus den geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Disziplinen sollen wichtige Problemfelder beleuchtet werden, beispielsweise Fragen des medikamentösen Enhancement, der Rolle der „neuen“ Medien, sowie der Bedeutung von Identität und Inter-Generationen-Beziehungen. Auch ethische und interkulturelle Sichtweisen kommen zur Sprache. Die Frühlingsakademie geht davon aus, dass eine gemeinsame Sicht aus biologischer und psychosozialer Perspektive auf Jung- und Alt-Sein das Verständnis für die Entwicklung von „Störungen“ verbessern und auch den Handlungsspielraum für Interventionen erweitern kann.
Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die verschiedenen Fragestellungen und Forschungsansätze mit Expertinnen und Experten verschiedener Fachdisziplinen zu erörtern und in Workshops zu vertiefen.

Nachwuchswissenschaftler/-innen und Doktoranden/Doktorandinnen der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften erhalten die Gelegenheit, mit international ausgewiesenen Experten über diesen Themenkomplex zu diskutieren. Dabei werden sowohl soziologische als auch entwicklungspsychologische, medizinische und gerontologische Aspekte behandelt, beispielsweise Fragen des medikamentösen Enhancement, der Rolle der „neuen“ Medien sowie der Bedeutung von Identität und Inter-Generationen-Beziehungen. Auch ethische und interkulturelle Sichtweisen kommen zur Sprache. Interessenten aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften können sich bis zum 15. Dezember 2014 für eine Teilnahme an der Frühlingsakademie bewerben.

Leitung
Prof. Dr. Romuald Brunner (Kinder- u. Jugendpsychiatrie)
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Psychologie/Gerontologie

Referenten
Prof. Dr. Manfred Cierpka, Universitätsklinikum Heidelberg (Psychotherapie)
Prof. Dr. Jens Clausen, Universität Tübingen, (Ethik und Geschichte der Medizin)
PD Dr. Eva-Marie Kessler, Universität Heidelberg (Alternspsychologie)
Prof. Dr. Vera King, Universität Hamburg (Bildungs- und Sozialisationsforschung)
Prof. Dr. Franz Kolland, Universität Wien (Sozialgerontologie)
Prof. Dr. Klaus Lieb, Universitätsmedizin Mainz (Psychiatrie und Psychotherapie)
Prof. Dr. Sabina Misoch, Universität Luzern (Soziologie)
Prof. Dr. Anita von Poser, Frei Universität Berlin (Ethnologie)
Prof. Dr. Franz Resch, Universitätsklinikum Heidelberg (Kinder- und Jugendpsychiatrie)
Prof. Dr. Cornel Sieber, Universität Erlangen-Nürnberg (Gerontologie und Geriatrie)


Weitere Informationen unter:
www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de/marsilius-akademie/
 

Verantwortlich: kuehn
Letzte Änderung: 2014-11-27
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